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Das Neue Land – ein Extrakapitel!

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Das Neue Land – ein Extrakapitel!

Das Neue Land von Verena Pausder sehr viel Beifall von allen Seiten bekommen. Wer es noch nicht gelesen habt, sollte es tun, um Anregungen für sich zu bekommen. Mir hat es auch sehr gut fallen. Ich habe es inzwischen dreimal gelesen. Viele Sachen, die dort angesprochen werden, sind JETZT dringend anzugehen.

Sei es das Digitalisierungsministerium, Human Leadership, die nGmbH, Better Politics Index oder die Systemadministrator-Allianz, um nur einige Beispiele und Forderungen aus dem Buch zu nennen.

Ich erlaube mir das Buch bzw. das „Und jetzt?“-Kapitel zu erweitern und den Ball von Verena Pausder aufzunehmen.

Warum?

Viele Forderungen in dem Buch wenden sich aus meiner Perspektive stärker an Entscheider. Und das erweckt in mir den Eindruck, dass die Gefahr besteht, dass sich der ein oder andere Leser erst einmal gemütlich in seinem Sessel zurücklehnt und zusieht was passiert.

Die Verantwortung des Individuums

ist die Überschrift dieses Extrakapitels

Wie wir in den vorangegangenen Kapiteln gespürt, gefühlt und bejaht haben: der Ruf nach dem Neuen Land ist überfällig,

Wir wissen,
dass unser Land eine Veränderung braucht,

Dass es nicht mehr so weiter gehen kann,
wie in den vorangegangenen Jahren,
in denen es den meisten von uns sehr gut gegangen ist.

Blühende Landschaften brauchen Pflege,
damit sie weiterhin wachsen und gedeihen können.

Vieles ist in den vergangenen Jahren stecken geblieben,
viele Entscheidungen nicht getroffen oder zu zaghaft,
nicht konsequent genug umgesetzt worden.

Zu viel wird (aus-)diskutiert und lamentiert,
Zu viel ausgesessen,
zu ängstlich angegangen.

Aber ein Punkt ist noch viel schwerwiegender.

Beim Gang durch den Hausflur bleibe ich vor einem Spiegel stehen und erblicke mich selbst,
sehe mir in die Augen und hinterfrage mich:
was habe ich getan,
um eine Veränderung herbeizuführen?

Etwas, was jeder Einzelne von uns auch tun könnte,
ja, sollte!

Was können wir anpacken, um das Alte Land in das Neue Land zu überführen?

Was haben wir aktiv getan,
um in unserem Umfeld,
in unserem individuellen Gestaltungsbereich Veränderungen herbeizuführen?
Jeder einzelne von uns.

Und damit sind nicht die Kommentare auf verschiedenen Social Media Plattformen gemeint,
auf denen wir uns beschwert haben.
Auf denen wir uns einmal mehr ungerecht behandelt fühlen,
weil der andere mehr hat,
weil wir durch geschürte Ängste mit anderen in den Gesang einer anonymen Menge einstimmen.
Auf denen wir einmal mehr auf die anderen,
die da oben,
die in der Politik,
den Nachbarn oder sonst wen gezeigt haben.

Nur nicht auf uns.

Denn an dieser Stelle kommt es auf jeden Einzelnen an,
bei sich selbst anzufangen,
in den Spiegel zu schauen,
und sich zu fragen,
was bin ich bereit in meinem Umfeld zu verändern?

Also in dem Bereich, in dem ich Möglichkeiten habe, mich einzubringen.

Was tue ich, um Veränderungen einzuleiten?

Wie nehme ich das Heft des Handelns in die Hand?
Und werde aktiv!

Was tue ich als Mitarbeiter in meiner täglichen Arbeit,
um eine Verbesserung herbeizuführen,
ohne erst auf meine Kollegen oder meine Chefs zu schauen?

Was tue ich als Vorgesetzter, ohne meinen eigenen Vorteil im Blick zu haben oder mich in politischen Ränkespielen zu verlieren?

Was tue ich als Lehrer oder Erzieher, ohne mich darauf aufzuruhen, dass es in diesem System schwer und behäbig ist, Veränderungen im täglichen Umgang mit den mir anvertrauten Kindern zu erreichen?

Was tue ich als Elternteil für eine tragfähige Zukunft meiner Kinder,
ohne den Finger auf Lehrer, Erzieher oder den Staat zu richten,
sondern direkt bei mir selbst anzufangen?

Eltern sein ist nicht einfach,
aber es ist auch eine bewusste Entscheidung mit allen Konsequenzen.
Mit den erfüllenden Momenten,
wie auch den anstrengenden?

Was tue ich als Politiker, in dem ich nicht nur an meine nächste Wiederwahl denke,
sondern mein Handeln danach ausgerichtet ist, etwas zu bewegen,
Veränderungen spürbar zu machen?
Auch über Parteischranken hinweg,
einfach meinem Gewissen vertrauend.

Was tue ich als Investor oder Konzernlenker, nicht nur meine Rendite im Sinn habend,
sondern eine langfristige erfüllende Perspektive für die mir Anvertrauten schaffend?

Was tue ich als Individuum in meiner unmittelbaren „Nachbarschaft“, um allein oder gemeinsam mit anderen Menschen Veränderungen herbeizuführen?

Was haben wir getan?
Was sind bereit zu tun?

Mehr Chancen sehen und erkennen,
als sich in seinen Ängsten vor möglichen Hürden zu verkriechen.

Hierzu gehört eine Fehlerkultur. Die bei mir selbst anfängt.
D.h. bereit zu sein, ins Handeln zu kommen und vielleicht auch Fehler zu machen.
Daraus zu lernen und es dann besser zu machen.
Aber auch Fehler bei anderen wohlwollend zu akzeptieren und diese nicht in der Luft zu zerreißen, sondern lieber zu unterstützen.

So lange wir es aber nicht schaffen,
bei uns,
bei jedem selbst zu beginnen,
werden die im Buch berechtigterweise eingeforderten Veränderungen nicht oder nur sehr schwer umsetzbar sein.

Daher sollte jeder, der dieses Buch gelesen hat,
nicht nur brav applaudieren,
sondern sich fragen:
was kann ich tun,
um meiner Verantwortung als Individuum gerecht zu werden?

Was ist meine Berufung?

Was kann ich für das Neue Land tun?

Vielen Dank, Verena Pausder, für die vielen Gedankenanstöße. Ich schaue in den Spiegel und überlege, was ich tun kann. Ideen habe ich einige.

LINKS:

  • Verena Pausdner / Homepage
  • Das Neue Land / Amazon oder beim örtlichen Buchhändler

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